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Gesangbücher

Das erste uns bekannte Gesang- und Gebetbuch erschien 1609 unter dem Titel: „Alte katholische Geistliche Kirchengesänge auf die fürnemsten Fäste, auch in Processionen, Kreutzgängen und Kirchenfästen, bei der H. Meß, Predigt, in Häusern und auf dem Feldt zu gebrauchen, sehr nützlich sampt einem Catechismo.

Durch gnädigen Consens des Hochwürdigen Fürsten und Herrn Dietherschen Bischofen des Stiffts Paderborn etc. Ausgegangen gedruckt zu Paderborn bei Mattheo Pantana." Das Buch wurde mehrere Male umgearbeitet. Zu den Hauptförderern des Kirchengesanges zählten damals die Jesuiten.

Als ein besonders hervorragender Kirchenlieddichter war der Jesuit Friedrich von Spee (1591-1635) bekannt, der berühmt wurde durch sein im Jahre 1631 erschienenes Buch „Cantio criminalis", in welchem er einen Kampf gegen den damals verbreiteten Hexenwahn führte.

Im Sauerland stellte Pfarrer Johann Heinrich Leonhardts (1711-1764) aus Stockum ein Liederbuch zusammen mit dem Titel: „Christ-Catholisches Gesangbuch, in seinen alten Gesängen verbessert, mit vielen neuen vermehrt und in diese Form gerichtet 1749."

Ein anderer Sauerländer, Henricus Montanus, 1709-1721 Pfarrer von Grevenstein und bis zu seinem Tode 1743 Pfarrer in der Freiheit Bödefeld, wegen seines vorbildlichen Lebens und Wirkens von den Leuten „der heilige Pfarrer" genannt, gab das Gesang- und Gebetbuch: „Blümlein der Andacht" heraus, ein „Catholisches Gebett- und Gesangbuch. Darinnen außerlesene Morgens- Abends-Meß- Beicht-Communion- auf jeden Tag in der Wochen-Kranken- und andere Gebetter, viele Litaneyen, geistliche Ermahnungen und Gesänge. Wie auch die Bruderschaft von Jesu, Maria und Josef, zusammengetragen durch einen Pastoren und Seelsorgern aus Liebe des Nächsten."

Im Jahre 1804 wurde dann zur Einführung das Gesang- und Gebetbuch des Hoinkhauser Pfarrers Herold empfohlen. Manche der darin enthaltenen Lieder finden wir im alten „Sursum Corda", das noch weithin bekannt sein dürfte.

 
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