Unsere Pfarrei / Geschichte / Glocken
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Die Kirchenglocken

Die beiden Glocken wurden am 27. Oktober 1844 von dem Pfarrer und Landdechanten Schulte aus Stockum unter Assistenz von den Pfarrern Sprenger und Lübke getauft. Während die 1000 Pfund schwere Glocke auf den Namen „Lambertus Nikolaus" getauft wurde, erhielten die 558 Pfund schwere Glocke den Namen „Johannes der Täufer" und die 349 Pfund schwere Glocke den Namen „Elisabeth". Die beiden Glocken kosteten insgesamt 429 Taler 13 Silbergr. 9 Pfg. Die Zahlung hatte in drei Terminen zu erfolgen und zwar jeweils am Neujahrstag 1844, 1845 und 1846.

GlockenDiese drei Glocken wurden während des ersten Weltkrieges von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt und am 28. Juni 1917 an die Heeresverwaltung abgeliefert, um zu Geschützrohren und Granathülsen umgeschmolzen zu werden. Die Heeresverwaltung bezahlte für die drei Glocken kaum ihren Metallwert, nämlich ganze 373 Mark. Drei Jahre lang mußte dann das kleine Chorglöcklein die Gläubigen zum Gottesdienste rufen. Ihre Nachfolgerin, die jetzige kleine Kleppglocke, wurde auf den Namen „Antonius" getauft, weil sie von einem Pfarrkind, dem Herrn Anton Linneborn, unter Mithilfe seines Bruders, des damaligen hochw. Dompropstes und päpstlichen Protonotars Professor Dr. Johannes Linneborn gestiftet worden war.

Noch vor Beendigung des ersten Weltkrieges, am 29. September 1918, schlossen Kirchen- und Gemeindevorstand mit der Firma Gebr. Ulrich in Apolda einen Vertrag über die Lieferung neuer Stahlglocken ab. Die Kosten in Höhe von 13 400 Mark übernahm die politische Gemeinde. Zunächst musste auch ein eiserner Glockenstuhl angelegt werden. Dieser hat ein Gewicht von 2600 kg.

Die neuen Glocken wurden dann am 23. September 1920 durch Dechant Dr. Meckel aus Hüsten unter Assistenz von Pfarrer Rickschnitz aus Allendorf, Pfarrer Patrzek aus Stockum, Pfarrer Freiburg aus Affeln und dem hiesigen Pfarrer Verse geweiht. Die schwerste der Glocken im Gewicht von 1378 kg wurde auf den Namen „Regina pacis", die zweite im Gewicht von 846 kg auf den Namen „Nikolaus", die dritte im Gewicht von 609 kg auf den Namen „Agatha" und die kleinste im Gewicht von 378 kg auf den Namen „Johannes der Täufer" getauft.

Nach der letzten Renovierung unserer Kirche wurde eine elektrische Läuteanlage geschaffen. So können jetzt durch Druck auf einen Knopf die Glocken einzeln in Bewegung gesetzt werden, wozu sich der Küster früher immer einige kräftige Burschen beschaffen mußte. Bis zum ersten Weltkrieg kannte man auch hier noch das „Bayern", d. h. an die Klöppel der beiden kleineren Glocken wurde ein Strick geknotet. Die dicke Glocke wurde geläutet und zwischen ihren Anschlägen wurde taktweise an den Stricken gezogen, so daß ein harmonischer Dreiklang entstand.

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