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Der Kreuzweg

Kreuz am Blackshahn
 
Kreuz am Blackshahn
Hl. Agatha, Märthyrin

Im Dom der sizilianischen Stadt Catania, genannt nach seiner Patronin Agatha (Duomo S. Agata), steht ein kostbarer Schrein aus dem 16. Jahrhundert, der die Reliquien der volkstümlichen Heiligen enthält.

Auch im Dom von Verona bewahrt man mutmaßliche Agatha-Reliquien auf. Agatha, die wahrscheinlich um das Jahr 250 das Martyrium erlitt, gehörte schon sehr früh zu den meistverehrten Heiligen. Bereits um 500 wurde ihr in Rom eine Kirche geweiht.

Agatha war nach der Legende die Tochter vornehmer Eltern in Catania und zeichnete sich schon früh durch außergewöhnliche Schönheit aus. Als sie den Statthalter von Catania, der heftig um sie warb, mit der Bemerkung, sie sei Christin, zurückwies, ließ dieser sie für 30 Tage einer Kupplerin übergeben. Als Agatha sich auch dadurch nicht erschüttern ließ, wurde sie in den Kerker geworfen und grausam gemartert. Zuerst schnitt man ihr die Brüste ab, dann brannte man sie mit einer lodernden Fackel.

Die Legende berichtet, daß der Geschundenen der Apostel Petrus erschienen sei und ihre Wunden geheilt habe. Am nächsten Tag aber legte man Agatha auf glühende Kohlen und Scherben, so daß sie bald ihren schweren Verletzungen erlag.

Ein Jahr nach dem Tod Agathas sollen verzweifelte Einwohner Catanias bei einem Ausbruch des Vulkans Ätna den Lavamassen den Schleier der Märtyrin entgegengetragen haben, worauf der glühende Strom zu Stillstand gekommen sei. Seither wird der Schleier in Catania als Reliquie aufbewahrt, Agatha wird seit jener Zeit als Patronin gegen die Feuersgefahr angerufen. Auch gegen Unwetter und Erdbeben wird sie um Schutz gebeten.

Abgebildet wird die heilige Agatha mit abgeschnittenen Brüsten, die sie auf einem Tablett trägt, mit einem Scheiterhaufen oder mit einem brennenden Haus.

Aus „Die Heiligen und Namenspatrone im Jahreslauf“ erschienen im Delphin Verlag

Kriegerkapelle
 
Kriegerkapelle
 
Michael
 
Erzengel Michael
 
Blutschwitzender Heiland
 
Blutschwitzender Heiland
 

Hl. Hubert
Bischof von Maastricht und Lüttich

Hubert ist eine jener Heiligengestalten, deren Leben und Wirken fast völlig von der Legende überdeckt werden. Kaum einmal wird bei der Nennung des Namens daran gedacht, daß dieser Hubert auch Bischof war und viel für die Christianisierung getan hat. Aber fast jeder weiß, daß Hubert der Patron der Jäger und Forstleute ist, daß ihm zu Ehren um den 3. November herum die traditionellen Hubertus-Jagden stattfinden und der Heilige in manchen Gegenden sogar zu den Nothelfern gezählt wird.

Nach der Legende entstammte Hubert einem aquitanischen Adelsgeschlecht und erblickte um die Mitte des siebten Jahrhunderts das Licht der Welt. Er heiratete jung, verlor seine Frau aber schon bald bei der Geburt des ersten Kindes.

Vom Schmerz über diesen Verlust gebrochen, zog sich Hubert immer häufiger in die Wälder zurück und suchte Vergessen in der Jagd. Dort soll er eines Tages einen Hirsch erblickt haben, der zwischen dem Geweih ein leuchtendes Kreuz trug. Dieses Erlebnis bestärkte Hubert in seiner Absicht, sein Leben endgültig Gott zu weihen.

Hubert empfing bald darauf die Priesterweihe und wirkte in der Folgezeit als Glaubensbote in Brabant und in den Ardennen. In der Bevölkerung trug er schon bald den Namen »Apostel der Ardennen «. Wann Hubert zum Bischof geweiht wurde, ist nicht überliefert. Das Datum dürfte um 700 einzuordnen sein. Man weiß, daß er seinen Bischofssitz von Maastricht nach Lüttich verlegte. Hier errichtete er an der Stelle, wo sein von ihm sehr verehrter Lehrer Lambert zu Tode gemartert worden war, die Kathedrale der Stadt. Mit ganzem Einsatz widmete sich Hubert in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod am 30. Mai 727 der weiteren Christianisierung der Bevölkerung in den Ardennen.

Seine Bedeutung für das Christentum in dieser Gegend ist kaum zu ermessen. Etwa ein Jahrhundert nach dem Tod Huberts wurden seine Gebeine nach Andagium in den Ardennen übertragen, das heute St.-Hubert heißt. Die kostbaren Reliquien sind seit der Französischen Revolution verschollen, mutmaßliche Teile davon werden von mehreren Städten beansprucht. St.-Hubert gehörte lange zu den berühmtesten Wallfahrtsorten. Mit dem Gedenken an den heiligen Hubert sind noch weitere Volksbräuche verbunden. So weiht man in mehreren Gegenden am Hubertus-Tag Brot, Salz und Wasser, um gegen Hundebisse gefeit zu sein. Sogenanntes Hubertus-Tag Brot bringen Pilger von St.-Hubert zum Schutz für ihre Haustiere mit. Jagdhunden wurde der Abdruck eines sogenannten Hubertus-Schlüssels in die Stirn gebrannt, um den Tieren die Scheu vor dem Wasser zu nehmen.

Hubertus gehört auch zu den sogenannten Vier heiligen Marschällen. Unter dieser Bezeichnung werden außer ihm noch Antonius (Gedenktag 17. Januar), Cornelius (16. September) und Quirinus (30. April) verehrt. Diese vier Heiligen galten lange Zeit als Gott besonders nahestehend und deshalb bei Fürbitten besonders hilfreich. Die Verbindung der vier Gestalten kam durch die Wallfahrten zu den nicht weit voneinander entfernt liegenden Verehrungsstätten Korneli-münster, Neuß, St-Hubert und Köln zustande. Auf Abbildungen ist Hubertus als Jäger zu sehen, der einen Hirsch mit einem Kreuz im Geweih erspäht.

Aus „Die Heiligen und Namenspatrone im Jahreslauf“ erschienen im Delphin Verlag

 

Am anderen Tage holten sie die Statue auf einem Mistwagen ins Dorf und in die Kirche zurück. Als ihnen der damalige Pfarrer Vorwürfe machte und ihr Verhalten rügte, soll einer der Kirchenvorstände zu ihm gesagt haben: „Bai nit läopen kann, dai matt ter Häime blejwen!" (Wer nicht laufen kann, der muß zu Hause bleiben!) - Seit jener Zeit wurde die Statue nicht mehr mitgenommen.

In den Jahren nach 1933 wurden die Prozessionen durch das Dorf verboten. Man ging deshalb von der Kirche über den alten Friedhof zur Schützenhalle, von dort aus zum neuen Friedhof, dann zurück zum alten Friedhof, wo der Segen vor dem Steinkreuz gegeben wurde, das man 1891 errichtet hatte. Die letzte Segensstation war dann vor dem Josefskapellchen.

Die vierte Prozession wurde unter dem jetzigen Pfarrer Kuhnhenne eingestellt, da man ihren Ursprung nicht mehr ermitteln konnte. Eine besonders festliche Bedeutung hatte früher auch die sogenannte „Hagelfeier". Sie bestand darin, daß auf den drei Freitagen nach St. Johannes dem Täufer ein Bittgottesdienst zur Erflehung einer guten Ernte abgehalten wurde. Der Tag der hl. Agatha und der Tag des hl. Hubertus wurden ebenfalls als Lobetage von der ganzen Gemeinde feierlich begangen.

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