Spirituelles / Humor
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Heute schon gelacht

Die Bootsfahrt

Eine durchaus ebenbürtige Geschichte hören wir aus einer süddeutschen Kleinstadt, wobei die Konfessionen der Akteure je nach Erzähllaune unterschiedlich angegeben werden. Die wahrscheinlichste Version ist diese:

Seit vielen Jahren schon fährt der evangelische Pastor dieses verträumten Ortes mit seinem baptistischen Amtskollegen am Samstag Nachmittag zum Angeln auf den nahe gelegenen See hinaus. Wohl im Verlauf einer echt ökumenischen Anwandlung fragt eines Tages der katholische Pfarrer des Ortes, ob er seine Kollegen nicht begleiten dürfe.

Dieses Ansinnen wird freudig aufgegriffen und schon am nächsten Samstag in die Tat umgesetzt. Und so kann man an diesem sonnigen Nachmittag ein fröhliches Trio auf die Mitte des Sees hinausrudern sehen.

Wie es aber nun schon einmal so in der Hitze einer Angelschlacht geschieht, gehen dem baptistischen Hirten die Würmer aus. Hier erscheint aber guter Rat tatsächlich nicht teuer, kurzerhand steigt er aus dem Boot, geht über das Wasser ans Ufer, sammelt sich einige Würmer und kommt auf eben demselben Wege wieder zurück.

An dieser Stelle sei kurz eingefügt, dass diese Begebenheit dem Katholiken doch recht eigenartig vorkam, da aber sein evangelischer Kollege keinerlei Erstaunen zeigt, beschließt auch der Katholik, diese Sache zunächst nicht weiter zu verfolgen und als normal zu betrachten.

Der weitere Nachmittag verläuft dann zunächst recht ereignislos, so dass wir getrost zu dem nächsten Einschnitt springen können. Da passiert es nämlich dem evangelischen Pastor, dass er ebenfalls einen akuten Mangel an Würmern beklagen muss und auf dem gleichen Weg wie sein Vorgänger für Nachschub sorgt.

Man kann nun nicht mehr leugnen, dass der Katholik aufs Höchste überrascht ist. Nachdem aber nach wie vor seine beiden Kollegen dies als absolut normal zu befinden scheinen, denkt er sich, dass das, was seine Glaubensbrüder können, er schon lange beherrscht. So verweist auch er auf seine Wurmnot, steigt über Bord - und geht unter.

Nun braucht ja im Allgemeinen derjenige, der den Schaden hat, für den Spott nicht mehr zu sorgen, die im Boot Verbliebenen beschränken sich hierbei jedoch auf eine erheblich gesteigerte Erheiterung, in deren Verlauf der Evangelische Pfarrer zwischen zwei Lachattacken die Bemerkung herausbringen kann, dass es ja bedauerlich sei, dass der katholische Kollege ob seiner erstmaligen Anwesenheit die Steine im See noch nicht kenne.

Wer sich nun als Leser über diese gelungene Pointe freut und sich sanft lächelnd über die Pastoren zurücklehnt, sei noch einmal zu neuer Konzentration aufgerufen. Sonst könnte ihm nämlich die Überraschung entgehen, die nun im Gesicht des Baptisten geschrieben steht und mit der er leise nachfragt: „Welche Steine?“...

 

Der Cowboy und das Pferd vom Pfarrer

Das Pferd von Cowboy Jim ist gestorben. Jetzt ist er verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Pferd. Er erfährt, dass der Pfarrer sein Pferd verkauft, geht hin schaut sich's an, ist begeistert und will es sofort kaufen.

"Moment," sagt der Pfarrer, "es gibt da ein Problem. Dieses tolle Pferd ist ja mein Pferd, d.h. ich habe es dressiert. Wenn sie wollen, dass es schnell galoppiert, dann rufen sie: "Gott sei Dank!", denn es ist wirklich ein Grund zu danken, wie dieses Pferd galoppiert! Und wenn sie wollen, dass es wieder stehen bleibt, dann sagen sie: "Amen!". Ist das ein Problem für sie?"

"Nein, nein!" sagt Cowboy Jim, der total begeistert ist von dem Pferd. Er kauft es und denkt sich: "Das muss ich sofort ausprobieren!" Er schwingt sich aufs Pferd und ruft: "Gott sei Dank!"

Das Pferd galoppierte sofort los, und es war wirklich eine Freude, wie das Pferd im gestreckten Galopp über die Prärie fegte. Nach einiger Zeit wollte Cowboy Jim wieder anhalten. Er zog am Zügel - nichts passierte. Er rief: "Brrrr! Hoooo!" - nichts passierte. Cowboy Jim wurde immer nervöser. Was er auch tat - das Pferd galoppierte weiter.

Jim wusste, dass er unausweichlich auf eine tiefe Schlucht zugaloppierte. Cowboy Jim ist verzweifelt und sagt sich: "Ich werde sterben! Alles, was ich noch tun kann, ist, ein `Vater unser` zu beten..." und er begann: "Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name...." bis er schließlich angelangt war bei: "... in Ewigkeit. AMEN."

Kaum hatte er `Amen` gesagt, kam das Pferd abrupt zum Stehen - zwei Meter vor dem Abgrund!" Cowboy Jim atmete tief durch und sagte: "Gott sei Dank!"

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