Spirituelles / Zum Nachdenken
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Zum Nachdenken

8 Regeln für ein Telefongespräch mit Gott
Eine kleine Anleitung zum Beten
  1. Achte auf die richtige Vorwahl. Wähle nicht gedankenlos und telefoniere einfach drauflos.
  2. Lass dich durch das Besetztzeichen nicht irritieren. Versuch es ein zweites Mal. Bist Du sicher, dass du die richtige Nummer gewählt hast?
  3. Ein Telefongespräch mit Gott ist kein Monolog. Rede nicht unablässig, sondern höre hin, was auf der anderen Seite gesagt wird.
  4. Prüfe bei Unterbrechungen, ob du nicht selbst in Gedanken den Kontakt gestört hast.
  5. Gewöhn dir nicht an, Gott nur über den Notruf anzurufen.
  6. Gott hat ein Handy. Er ist immer zu erreichen, wenn du ihn sprechen willst.
  7. Telefoniere mit Gott nicht nur zum Billigtarif, also am Wochenende. Auch sonst müsste regelmäßig ein kurzer Anruf möglich sein.
  8. Mach dir keine Gedanken, ob dein Telefonapparat modern genug ist. Gott freut sich immer über deinen Anruf.

Sebastian Fiebig

 

Zwei Engel und der erste Anschein

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.

Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.

Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."
(nach einer Geschichte von Hans Bemann)

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